Job-Wunder

Hartz IV - Diese Einschränkungen erwartet Arbeitslose.

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Ein Begriff für eine ganze Reform

Als wohl bekanntestes Schlagwort der Arbeitsmarktreform seit 2002 wurde immer wieder Hartz IV genannt, hierbei handelt es sich eigentlich nur um die vierte Stufe der Umsetzungen der sogenannten Hartz-Kommission, die auf dem Papier "Kommission für Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt" genannt wurde, aber durch deren Leiter, Peter Hartz, dann schnell umgangssprachlich zur Hartzkommission wurde. Diese Kommission gab Empfehlungen an die Bundesregierung, die dann auch weitestgehend umgesetzt wurden. Es folgen die einzelnen Stufen vom Hartz-Konzept:

Hartz I - Einführung der Zeitarbeit

Ab dem 01.01.2003 wurde durch die Umsetzung von Hartz I die Zeitarbeit als solche eingeführt, d.h. es dürfen Firmen ganz legal Mitarbeiter und Fachkräfte an andere Firmen verleihen (siehe auch unsere Seite dazu). Desweiteren sind Förderungen für eine berufliche Weiterbildung durch die ehemaligen Arbeitsämter und das Unterhaltsgeld für Arbeitsagenturen geregelt worden. Nicht zu vergessen sind auch die neuen Formen von Arbeit die nun leichter festgelegt werden können, um aus dem starren Berufskorsett zu kommen.

Hartz II - Ich-AG, Job-Center und Minijobs

Die zweite Stufe, die auch am 01.01.2003 eingeführt wurde, brachte schon Änderungen mit sich, die viel diskutiert und kritisiert wurden. So wurde die Ich-AG schnell aufgegriffen, denn sie gibt und gab Arbeitlosen eine Möglichkeit einen Existenzgründungszuschuss bis zu drei Jahre zu erhalten. Allerdings wird bereits am 01.01.2006 diese Förderung eingestellt und nur noch an die geleistet, die zuvor in die Förderungskriterien passten. Ebenso war die Zusammenlegung von Sozialämtern und Arbeitsagenturen zu den heutigen Job-Centern ein großer Einschnitt für viele Arbeitslose. Auch die Definierung von Minijobs, also die geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse sind ein großer Schritt gewesen. Und auch zur Schattenwirtschaft (Schwarzarbeit) geben wir noch einige Informationen auf den jeweiligen Detailseiten.

Hartz III - Vom Arbeitsamt zur Agentur für Arbeit

Ein riesen Schritt ab dem 01.01.2004, wenn man bedenkt wie groß die Bundesagentur für Arbeit heute ist und auch damals (180 Arbeitsämter) schon war. Sehr viel wurde dort an der Struktur verändert und auch offengelegt, dass die Sachbearbeiter im Grunde gar nicht so viel Zeit mit der tatsächlichen Arbeitsvermittlung verbingen.

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Hartz IV - ALG I + II und Arbeitslosenhilfe

Ab dem 01.01.2005 wurde das bisherige Arbeitslosengeld gekürzt und zu Arbeitslosengeld I (ALG I) und zeitlich um die Hälfte auf maximal ein Jahr gekürzt. Diejenigen die dann keine Ansprüche (mehr) auf ALG I haben, beziehen dann ALG II, welches eine Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe ist und unter den bisherigen Sätzen der Arbeitslosenhilfe liegt. Bis auf einige Ausnahmen werden die erwerbsfähigen Arbeitslosen nun auch für diese Sozialleistungen von der Agentur für Arbeit betreut und nicht mehr von den Gemeinden. Einige Ausnahmen bei Langzeitarbeitslosen gibt es mit der sogenannten kommunalen Option.

Pro und Contra der Reformen

Volkswirtschaftlich muss etwas passieren in der Arbeitsmarktpolitik, das ist klar, doch sind dies die richtigen Schritte? Gehen Sie zu weit oder gar zu kurz? Je nach Standpunkt gehen da die Meinungen doch weit auseinander. Der Arbeitslose, der gerne arbeiten würde, aber keine freie Stelle seines Berufes findet und oft auch gar keinen anderen Job, wird von den Einschneidungen und Kürzungen getroffen, diesen gilt es doch noch durch erweiterte Hilfsmaßnahmen in der Zukunft zu helfen, doch Arbeitslose die gar nicht arbeiten wollen, sollten durchaus nicht mehr genauso behandelt werden, denn die Gemeinschaft kann diese einfach nicht mehr mittragen! So halten wir die Richtung schon für richtig, welche Mittel nun zünden und Wirkung zeigen, hängt ja auch von vielen anderen Faktoren ab, aber es ist immer noch besser, als gar nichts zu tun!